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In Brasilien verlangt die katholische Jugend eine ehrfürchtige Liturgie und die Festigkeit der Lehre
Eine Umfrage zeigt, dass Brasiliens katholische Jugend eine ehrfürchtige Liturgie und mehr Lehre verlangt; wir lesen darin die Stimme der Gnade.
Eine umfassende Umfrage unter den jungen Katholiken Brasiliens offenbart eine Generation, die mehr Lehre, eine ehrfürchtigere Liturgie und einen von der Politik freigehaltenen Glauben verlangt. Der Mangel an Ehrfurcht vor der Liturgie und das Übermaß an gesellschaftspolitischen Anliegen werden darin als die ersten Hindernisse ihrer Teilnahme am Leben des Glaubens genannt. Weit davon entfernt, eine dem Lärm der Zeit angepasste Kirche zu wollen, suchen diese Jungen in ihr das, was fest genug ist, um ihm zu widerstehen.
Die Kirche hat stets gewusst, was diese Jungen wiederentdecken: die Liturgie ist keine Unterhaltung, die zu modernisieren wäre, sondern der Gott geschuldete Kult, der zum Beben und zur Schönheit ruft. « Haltet meine Ruhetage und habet Ehrfurcht vor meinem Heiligtum », gebietet der Herr; und die treue Seele antwortet ihm: « Herr, ich liebe die Zier deines Hauses und den Ort, wo deine Herrlichkeit wohnt. » Die Lehre ist ebenso kein Gewicht, von dem man die Gläubigen entlasten müsste, sondern das feste Brot, das nährt und aufrecht hält.
An dieser Regel gemessen, ist die Nachricht ein Trost. Dieser Hunger nach Ehrfurcht und Wahrheit ist keine Nostalgie: er ist die Stimme der Gnade, die verlangt, was die Kirche von jeher besitzt. Wo man das Heilige ausgelöscht und das Kreuz durch die Politik ersetzt hat, haben sich die Jungen abgewandt; wo Gott würdig angebetet und der Glaube ohne Erröten gelehrt wird, kehren sie zurück. Man hält eine Generation nicht durch Schmeichelei, sondern indem man ihr Gott gibt — im Glanz seines Kultes und in der Festigkeit seiner Lehre. Was sie verlangt, hatte die Überlieferung ihr bewahrt.
Sources. Psalm XXV, 8, nach der Vulgata; Levitikus, XIX, 30; Dom Guéranger, über den Vorrang und die Heiligkeit der heiligen Liturgie.