Die Heiligen
Heiliger Ambrosius: Leben, Bienen-Legende & Gebet
Wer war der heilige Ambrosius von Mailand? Der Statthalter, der ungetauft zum Bischof ausgerufen wurde, Augustinus taufte, Kaiser Theodosius zur Buße rief und die Hymnen der Kirche schuf. Dazu die Bienen-Legende, sein Patronat für die Imker, seine Attribute, sein Fest am 7. Dezember und die Oration des Messbuchs von 1962.
Der heilige Ambrosius (um 340–397) war Bischof von Mailand und ist einer der vier großen Kirchenlehrer des Abendlandes. Als kaiserlicher Statthalter wurde er 374, noch ungetauft, vom Volk zum Bischof ausgerufen; er taufte den heiligen Augustinus, verteidigte die Kirche gegen die Arianer und gegen die Übergriffe des Hofes und schenkte der abendländischen Kirche ihre ersten Hymnen. Sein Fest feiert die Kirche am 7. Dezember, dem Jahrestag seiner Bischofsweihe; die Legende von den Bienen auf seinem Mund hat ihn zum Patron der Imker gemacht.
Wer war der heilige Ambrosius?
Der heilige Ambrosius in Kürze:
- Geboren: um 340 in Trier, wo sein Vater als Präfekt Galliens residierte
- Gestorben: am Karfreitag, dem 4. April 397, in Mailand
- Amt: Statthalter der Provinzen Ligurien und Ämilien, ab 374 Bischof von Mailand
- Titel: Bischof, Bekenner und Kirchenlehrer
- Fest: 7. Dezember, im Kalender von 1962 ein Fest III. Klasse
- Schutzpatron: der Stadt Mailand und der Imker
- Attribute: Bischofsgewand mit Mitra und Stab, Buch, Bienenkorb oder Bienen, mitunter eine Geißel
- Grab: in der Basilika Sant'Ambrogio in Mailand
Herkunft und Laufbahn
Ambrosius stammte aus einer vornehmen römischen Familie, die bereits christlich war. Sein gleichnamiger Vater war Präfekt Galliens und hatte seinen Sitz in Trier; dort wurde der Sohn wahrscheinlich im Jahr 340 geboren. Nach dem frühen Tod des Vaters kehrte die Mutter mit den Kindern nach Rom zurück. Ambrosius verdankte viel ihr und seiner älteren Schwester, der heiligen Marcellina, die in Rom den Schleier der gottgeweihten Jungfrauen nahm; sein Bruder, der heilige Satyrus, blieb ihm bis zum Tod eng verbunden.
In Rom lernte Ambrosius Griechisch, Dichtkunst und Redekunst und wurde Anwalt. Der Prätorianerpräfekt Anicius Probus nahm ihn als Beisitzer in seinen Dienst, und Kaiser Valentinian I. ernannte ihn noch nicht vierzigjährig zum Statthalter von Ligurien und Ämilien mit Sitz in Mailand, damals Residenz des weströmischen Hofes. Probus soll ihm beim Abschied gesagt haben: „Geh und regiere nicht wie ein Richter, sondern wie ein Bischof." Er ahnte nicht, wie wörtlich sich das erfüllen sollte.
Vom Statthalter zum Bischof: die Wahl von 374
Im Jahr 374 starb der arianische Bischof Auxentius, der fast zwanzig Jahre lang die Kirche von Mailand geleitet hatte. Über die Nachfolge brach offener Streit aus: Die einen verlangten wieder einen Arianer, die anderen einen katholischen Bischof. Ambrosius ging als Statthalter in die Kirche, um Ruhe zu stiften, und redete dem Volk zu, in Frieden zu wählen. Da rief, wie die Lesung des Breviers erzählt, ein Kind: „Ambrosius Bischof!" Die ganze Versammlung, Katholiken wie Arianer, nahm den Ruf auf.
Ambrosius war zwar Christ, aber erst Katechumene, also noch nicht getauft. Er sträubte sich, versuchte zu fliehen und versteckte sich bei einem Senator. Erst als Kaiser Valentinian die Wahl ausdrücklich bestätigte, gab er nach. Er empfing die Taufe, durchlief die Weihestufen und wurde acht Tage später, am 7. Dezember 374, zum Bischof geweiht. Darum feiert die Kirche sein Fest nicht an seinem Todestag, sondern am Tag seiner Weihe.
Sein Vermögen verschenkte er an die Armen und an die Kirche; für seine Schwester behielt er nur ein Einkommen zurück, die Verwaltung der Güter überließ er seinem Bruder Satyrus. Da er sich seiner theologischen Unkenntnis bewusst war, setzte er sich als Bischof noch einmal auf die Schulbank: Unter der Anleitung des gelehrten römischen Priesters Simplicianus studierte er die Heilige Schrift und die griechischen Väter, besonders Origenes und den heiligen Basilius.
Ambrosius als Bischof von Mailand
Ein Hirte für alle
Ambrosius feierte täglich das heilige Opfer für sein Volk. Er fastete streng und aß nur an Sonntagen, an Samstagen, an denen in Mailand nicht gefastet wurde, und an den Festen großer Märtyrer zu Mittag. Seine Tür stand jedem offen. Der heilige Augustinus erzählt in seinen Bekenntnissen, er habe Ambrosius oft so von Bittstellern umlagert oder in die wenigen freien Augenblicke mit Lesen vertieft gefunden, dass er wieder ging, ohne ihn zu stören; und er bemerkt staunend, dass der Bischof dabei still las, ohne die Lippen zu bewegen.
Als die Goten in das Reich einfielen, ließ Ambrosius sogar goldene Gefäße der Kirche einschmelzen, um Gefangene loszukaufen. Den Arianern, die ihm Kirchenraub vorwarfen, antwortete er, es sei besser, Seelen zu retten als Gold, und: „Wenn die Kirche Gold besitzt, dann, um es für die Bedürftigen zu gebrauchen, nicht um es aufzubewahren."
Der Kampf gegen die Arianer
Der Arianismus leugnete die wahre Gottheit des Sohnes und war vom Hof begünstigt. Ambrosius führte den Kampf, den vor ihm im Osten der heilige Athanasius geführt hatte, mit Predigt und Schrift weiter; für Kaiser Gratian verfasste er 377 die Schrift Über den Glauben. Nach Butler war Mailand nach zehn Jahren bis auf wenige Goten und Hofleute frei von der Irrlehre.
Die schwerste Prüfung kam 385 und 386 von der Kaiserin Justina, der Mutter des jungen Valentinian II., die den Arianern eine Kirche Mailands verschaffen wollte. Ambrosius weigerte sich: Den Tempel Gottes könne er nicht ausliefern. Als in der Karwoche 386 Truppen die Basilika umstellten, schloss sich das Volk mit seinem Bischof darin ein. Um die Wartenden zu stärken, lehrte Ambrosius sie Psalmen und Hymnen, die er selbst gedichtet hatte, und ließ sie im Wechsel zweier Chöre singen. Augustinus, der damals in Mailand lebte, berichtet, von dieser Zeit an sei in Mailand der Brauch des Ostens eingeführt worden, Hymnen und Psalmen zu singen. In derselben Auseinandersetzung fiel das Wort, das seither die Freiheit der Kirche gegenüber der Staatsgewalt zusammenfasst: „Der Kaiser ist in der Kirche, nicht über der Kirche."
Im selben Jahr 386 ließ Ambrosius die Gebeine der Märtyrer Gervasius und Protasius erheben und in seiner neuen Basilika beisetzen, der heutigen Sant'Ambrogio. Auch davon erzählt Augustinus als Augenzeuge.
Ambrosius und Augustinus
Unter den vielen, die Ambrosius zum Glauben führte, ist einer der Kirche besonders teuer: der junge Rhetoriklehrer Augustinus aus Afrika, der 384 nach Mailand kam. Er hörte Ambrosius zunächst nur predigen, um dessen Redekunst zu prüfen, aber, so schreibt er, „mit den Worten, die ich liebte, drangen auch die Dinge, auf die ich nicht achtete, in meinen Geist ein". In der Osternacht 387 taufte Ambrosius den Augustinus. Die ältere Fassung der Breviers-Lesung sagt es mit einem schönen Bild: Ambrosius habe unter den Bekehrten auch Augustinus, „das hellste Licht der Kirche", für Jesus Christus geboren.
Die Legende erzählt, bei dieser Taufe hätten Ambrosius und Augustinus im Wechsel das Te Deum angestimmt, eingegeben vom Heiligen Geist. Daher heißt der große Lobgesang bis heute der „ambrosianische Lobgesang". Es ist eine Legende: Die ältesten Zeugnisse wissen nichts davon, und die Forschung denkt eher an einen anderen Verfasser um das Jahr 400, oft an Niketas von Remesiana. Was der Hymnus enthält und wie die Kirche ihn singt, erklärt der Beitrag über das Te Deum.
Ambrosius und Kaiser Theodosius
Ambrosius hat Kaisern widerstanden, ohne je Gewalt zu suchen. Gegenüber dem Usurpator Maximus, der Kaiser Gratian hatte ermorden lassen, ging er zweimal als Gesandter nach Trier und verweigerte ihm die kirchliche Gemeinschaft.
Am berühmtesten ist sein Verhalten gegenüber Theodosius dem Großen. Im Jahr 390 ließ der Kaiser nach einem Aufruhr in Thessalonich die im Zirkus versammelte Bevölkerung niedermachen; etwa siebentausend Menschen wurden ohne Unterschied getötet. Ambrosius schrieb ihm eigenhändig einen Brief: Er könne das heilige Opfer nicht in seiner Gegenwart darbringen, bevor der Kaiser Buße getan habe. „Ich rate, ich bitte, ich beschwöre dich zur Buße", heißt es darin. Theodosius unterwarf sich der öffentlichen Kirchenbuße. Ambrosius sagt in seiner Leichenrede auf den Kaiser selbst, Theodosius habe alle Zeichen der Königswürde abgelegt, seine Sünde öffentlich in der Kirche beweint und sie bis an sein Lebensende bereut.
Die alte Lesung des Breviers erzählt die Szene dramatischer: Ambrosius habe dem Kaiser den Eintritt in die Kirche verwehrt, und als dieser sich auf König David berief, der ebenfalls gesündigt habe, geantwortet: „Du bist ihm in der Sünde gefolgt, so folge ihm auch in der Buße." Butler weist darauf hin, dass die Ausschmückung mit der verschlossenen Kirchentür von der Forschung bezweifelt wird; gesichert sind der Brief, die öffentliche Buße und die Versöhnung. Wie die Kirche die Sünde vergibt, auch die eines Kaisers, erklärt der Beitrag über die Beichte.
Der Tod des heiligen Ambrosius
In seiner letzten Krankheit sagte Ambrosius seinen Tod voraus. Er diktierte noch eine Auslegung des 43. Psalms; sein Sekretär und späterer Biograph Paulinus berichtet, er habe dabei eine kleine Flamme wie einen Schild über dem Haupt des Bischofs gesehen, die in seinen Mund einging, und sei so erschrocken, dass er nicht weiterschreiben konnte. Als der Feldherr Stilicho Boten schickte, Ambrosius möge um ein längeres Leben beten, antwortete er: „Ich habe nicht so unter euch gelebt, dass ich mich schämen müsste, länger zu leben; aber ich fürchte mich auch nicht zu sterben, denn wir haben einen guten Herrn."
Am Todestag lag er stundenlang mit kreuzförmig ausgebreiteten Armen da und betete. Bischof Honoratus von Vercelli, der im Haus ruhte, hörte dreimal eine Stimme, die ihn zur Eile rief; er brachte dem Sterbenden den Leib des Herrn, und kurz darauf starb Ambrosius. Es war Karfreitag, der 4. April 397. Er wurde am Ostertag beigesetzt; seine Gebeine ruhen unter dem Hochaltar von Sant'Ambrogio, der Basilika, in der er selbst die Märtyrer Gervasius und Protasius beigesetzt hatte.
Die Bienen-Legende: Warum Ambrosius Schutzpatron der Imker ist
Die bekannteste Legende des heiligen Ambrosius steht am Anfang seiner Lebensbeschreibung durch Paulinus und wird auch in der älteren Fassung der Breviers-Lesung erzählt. Als Ambrosius noch ein Kind in der Wiege war, im Hof des Präfektenpalastes, ließ sich ein Bienenschwarm auf seinem Gesicht nieder; die Bienen flogen in seinen Mund ein und aus, ohne ihn zu stechen, und stiegen dann so hoch in die Luft, dass niemand sie mehr sah. Der Vater soll gesagt haben: Wenn dieses Kind am Leben bleibt, wird etwas Großes aus ihm. Das Brevier deutet das Zeichen schlicht: Es kündigte die göttliche Beredsamkeit des Mannes an.
Auch die ältere Breviers-Lesung sagt von diesem Ereignis nur „man erzählt", und so soll man es auch lesen: als fromme Überlieferung, nicht als Glaubenssatz. Aber das Bild hat sich der Christenheit eingeprägt. Die Bienen stehen für die honigsüße, nährende Predigt, für Fleiß und Ordnung, und der Bienenkorb wurde zum bekanntesten Attribut des heiligen Ambrosius. Daher gilt er als Schutzpatron der Imker. Wer eine Figur oder ein Bild des heiligen Ambrosius sucht, erkennt ihn an Mitra, Stab und Buch und eben an den Bienen oder dem Bienenkorb; mitunter trägt er eine Geißel, als Zeichen seines Kampfes gegen die Irrlehre.
Das andere große Patronat des Heiligen ist seine Stadt: Ambrosius ist der Schutzpatron Mailands. Im Italienischen heißt „ambrosiano" bis heute so viel wie „mailändisch", und der 7. Dezember ist dort Stadtfeiertag.
Der Vater des Kirchengesangs: die ambrosianischen Hymnen
Ambrosius gilt als Vater des lateinischen Kirchenhymnus. Seine Hymnen haben eine einfache, kraftvolle Form: acht Strophen zu je vier Zeilen im jambischen Versmaß, leicht zu behalten und vom ganzen Volk zu singen. Echt sind nach dem Zeugnis des heiligen Augustinus unter anderem Deus creator omnium und Aeterne rerum conditor, der Morgenhymnus, den das Brevier in der Winterzeit, nach Epiphanie und im Herbst bis zum Advent, zu den Laudes der Sonntage singt. Weitere Hymnen, wie das Adventslied Veni, redemptor gentium, werden ihm mit mehr oder weniger großer Sicherheit zugeschrieben. Die erste Strophe des Aeterne rerum conditor lautet:
Ætérne rerum Cónditor,
Noctem diémque qui regis,
Et témporum das témpora,
Ut álleves fastídium.Ewiger Schöpfer aller Dinge, der du Nacht und Tag regierst und den Zeiten ihre Zeiten gibst, um uns den Überdruss zu erleichtern.
Nach Ambrosius ist auch der ambrosianische Ritus benannt, die eigene Liturgie der Kirche von Mailand, die sich neben dem römischen Ritus erhalten hat und in der Erzdiözese bis heute gefeiert wird.
Die Schriften des Kirchenlehrers
Die meisten Werke des Ambrosius sind aus Predigten hervorgegangen. Er legte die Heilige Schrift aus, besonders das Buch Genesis und die Psalmen, und er führte die Neugetauften in den Geheimnissen der Taufe und der Eucharistie ein. Seine Schrift Über die Pflichten der Kirchendiener gilt als die erste christliche Sittenlehre des Abendlandes. Auf die Bitte seiner Schwester Marcellina sammelte er seine Predigten über die gottgeweihte Jungfräulichkeit in den drei Büchern Über die Jungfrauen (377); sie beginnen mit dem Lob der jungen Märtyrin Agnes, das die Kirche bis heute in ihrem Brevier liest. Von ihm stammt auch das oft zitierte Wort über die Kirche und den Nachfolger Petri: „Wo Petrus ist, da ist die Kirche."
Im Streit um den Altar der Victoria, den heidnische Senatoren im römischen Senat wieder aufstellen wollten, antwortete er 384 dem Redner Symmachus. Dieser hatte geschrieben, auf einem einzigen Weg könne man zu einem so großen Geheimnis nicht gelangen; Ambrosius widerlegte ihn Punkt für Punkt, und der junge Kaiser lehnte den Antrag ab.
Seit dem Mittelalter zählt die Kirche Ambrosius mit Hieronymus, Augustinus und Gregor dem Großen zu den vier großen Kirchenlehrern des Abendlandes. Darum betet sie an seinem Fest aus dem Commune der Kirchenlehrer, dessen Evangelium mit den Worten beginnt:
Ihr seid das Salz der Erde; wenn nun das Salz seine Kraft verliert, womit soll man es salzen? (Matthäus 5, 13)
Das Fest des heiligen Ambrosius am 7. Dezember
Das Fest des heiligen Ambrosius fällt auf den 7. Dezember, den Jahrestag seiner Bischofsweihe im Jahr 374; an diesem Tag feiert ihn auch die Ostkirche. Im Kalender von 1962 ist es ein Fest III. Klasse mit weißer Farbe, mitten im Advent und am Vorabend des Festes der Unbefleckten Empfängnis. Die heilige Messe im überlieferten Ritus wird mit Gloria aus dem Commune der Kirchenlehrer gefeiert, mit dem Introitus „In medio Ecclesiae": „Inmitten der Kirche öffnete er seinen Mund." Bei der Kalenderreform von 1969 blieb der Gedenktag des heiligen Ambrosius am 7. Dezember. Wer Ambrosius heißt, feiert an diesem Tag seinen Namenstag.
Gebet zum heiligen Ambrosius
An seinem Fest betet die Kirche diese Oration des Römischen Messbuchs:
Lateinisch:
Deus, qui pópulo tuo ætérnæ salútis beátum Ambrósium minístrum tribuísti: præsta, quǽsumus; ut, quem Doctórem vitæ habúimus in terris, intercessórem habére mereámur in cælis. Per Dóminum nostrum Jesum Christum, Fílium tuum: qui tecum vivit et regnat in unitáte Spíritus Sancti Deus, per ómnia sǽcula sæculórum. Amen.
Deutsch:
O Gott, du hast deinem Volk den heiligen Ambrosius als Diener des ewigen Heiles geschenkt; wir bitten dich, gewähre uns, dass wir ihn, den wir auf Erden als Lehrer des Lebens hatten, im Himmel zum Fürsprecher zu haben verdienen. Durch unsern Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Die Oration fasst das ganze Leben des Heiligen in zwei Worte: Lehrer auf Erden, Fürsprecher im Himmel.
Weitere Heilige der Adventszeit und des ganzen Jahres finden sich im Heiligenkalender nach Monaten.
Häufig gestellte Fragen
Wer war der heilige Ambrosius?
Ein römischer Beamter, der 374 als ungetaufter Statthalter vom Volk zum Bischof von Mailand gewählt wurde und es bis zu seinem Tod 397 blieb. Er bekämpfte den Arianismus, taufte den heiligen Augustinus, rief Kaiser Theodosius zur Buße und gehört zu den vier großen Kirchenlehrern des Abendlandes.
Wann ist das Fest des heiligen Ambrosius?
Am 7. Dezember, dem Jahrestag seiner Bischofsweihe. Im Kalender von 1962 ist es ein Fest III. Klasse; auch im heutigen Kalender steht er an diesem Tag.
Warum wird der heilige Ambrosius mit Bienen dargestellt?
Nach der Legende ließ sich ein Bienenschwarm auf dem Gesicht des kleinen Ambrosius in der Wiege nieder und flog in seinen Mund ein und aus, ohne ihn zu stechen. Man sah darin ein Zeichen seiner späteren Beredsamkeit. Daher sind Bienen und Bienenkorb seine Attribute.
Ist der heilige Ambrosius der Schutzpatron der Imker?
Ja, wegen der Bienen-Legende verehren ihn die Imker als ihren Schutzpatron. Außerdem ist er Patron der Stadt Mailand.
Was sind die Attribute des heiligen Ambrosius?
Bischofsgewand mit Mitra und Stab, ein Buch als Zeichen des Kirchenlehrers, Bienen oder ein Bienenkorb, gelegentlich eine Geißel als Zeichen seines Kampfes gegen die Irrlehre.
Hat der heilige Ambrosius das Te Deum gedichtet?
Nach der Legende stimmten Ambrosius und Augustinus das Te Deum bei der Taufe des Augustinus an; daher der Name „ambrosianischer Lobgesang". Geschichtlich ist das nicht belegt. Sicher von Ambrosius stammen dagegen, nach dem Zeugnis des Augustinus, Hymnen wie Aeterne rerum conditor und Deus creator omnium.
Wann hat Ambrosius den heiligen Augustinus getauft?
In der Osternacht des Jahres 387 in Mailand.
Wo ist der heilige Ambrosius begraben?
In Mailand, unter dem Hochaltar der Basilika Sant'Ambrogio, wo er selbst die Märtyrer Gervasius und Protasius beigesetzt hatte.
Iter Fidei begleitet dich durch das ganze Kirchenjahr nach dem Kalender von 1962: mit den Festen der Heiligen und Kirchenlehrer, dem Brevier mit seinen Hymnen, dem Messbuch und den Gebeten der Kirche, in Latein und Deutsch. Hier frühen Zugang sichern.
Quellen. Heilige Schrift nach der Allioli-Übersetzung (Matthäus 5); Missale Romanum 1962, Fest des heiligen Ambrosius am 7. Dezember; Breviarium Romanum, Lesungen zum 7. Dezember; Butler's Lives of the Saints (7. Dezember).