Die Heiligen
Heiliger Benedikt von Nursia: Regel, Medaille & Gebet
Wer war der heilige Benedikt von Nursia? Der junge Römer, der in die Höhle von Subiaco floh, den Giftbecher durch das Kreuzzeichen zerspringen ließ, Monte Cassino gründete und die Regel schrieb, nach der die Mönche des Abendlandes leben. Dazu seine Schwester Scholastika, die Benediktusmedaille und ihre Buchstaben, sein Fest am 21. März und die Oration des Messbuchs von 1962.
Der heilige Benedikt von Nursia (um 480 – um 547) ist der Vater des abendländischen Mönchtums. Als junger Mann floh er aus dem verdorbenen Rom in die Einsamkeit von Subiaco, gründete später auf dem Monte Cassino sein Kloster und schrieb dort die Regel, nach der seither die Benediktiner und unzählige Klöster des Abendlandes leben. Fast alles, was wir von ihm wissen, erzählt der heilige Papst Gregor der Große im zweiten Buch seiner Dialoge; sein Fest feiert die Kirche im Kalender von 1962 am 21. März, seinem Todestag.
Wer war der heilige Benedikt?
Der heilige Benedikt in Kürze:
- Geboren: um 480 in Nursia (Norcia) im Sabinerland, aus vornehmer Familie
- Schwester: die heilige Scholastika, nach Butler seine Zwillingsschwester
- Einsiedler: drei Jahre in einer Höhle bei Subiaco
- Klostergründer: zwölf kleine Klöster bei Subiaco, um 530 die Abtei Monte Cassino
- Werk: die Regel des heiligen Benedikt
- Gestorben: um 547 auf dem Monte Cassino, stehend im Gebet, nach dem Empfang der heiligen Kommunion
- Titel: Abt; Patriarch der Mönche des Abendlandes
- Fest und Namenstag: 21. März, im Kalender von 1962 ein Fest III. Klasse
- Attribute: Abtsstab, Regelbuch, zerbrochener Giftbecher, Rabe mit Brot
Butler bemerkt nüchtern, dass es keine zeitgenössische Lebensbeschreibung gibt und dass Gregor keine zusammenhängende Geschichte erzählt, sondern eine Reihe von Bildern, die die Wunder des Heiligen zeigen. So sind die folgenden Erzählungen zu lesen: als das, was der heilige Gregor über ihn aufgeschrieben hat.
Das Leben des heiligen Benedikt
Flucht aus Rom
Benedikt wurde in Nursia geboren und zum Studium der freien Künste nach Rom geschickt, begleitet von seiner Amme, die ihm den Haushalt führte. Das Rom des ausgehenden fünften Jahrhunderts war, schreibt Butler, von Kriegen verwüstet, von Spaltungen zerrissen und voller Laster, und die Studenten ahmten die Sünden der Älteren nach. Benedikt fürchtete, angesteckt zu werden, und verließ heimlich die Stadt. Nur die Amme ging mit ihm, bis in das Bergdorf Enfide. Als er dort ein irdenes Sieb, das sie geliehen und zerbrochen hatte, auf wunderbare Weise wieder ganz machte, konnte er in dem Dorf nicht mehr verborgen leben.
Drei Jahre in der Höhle von Subiaco
Allein stieg er weiter in die Berge, bis nach Subiaco. Dort traf er einen Mönch namens Romanus, der ihm das Gewand eines Mönchs gab, ihn in eine unzugängliche Höhle führte und sein Geheimnis bewahrte. Drei Jahre lebte Benedikt dort; Romanus brachte ihm täglich Brot und ließ es ihm in einem Korb an einem Seil über den Felsen hinab. Die Lesung des Breviers sagt: Er verbarg sich so, dass nur ein einziger, der Mönch Romanus, davon wusste.
Gregor erzählt, wie Benedikt in der Einsamkeit versucht wurde. Eines Tages stieg eine heftige Versuchung des Fleisches in ihm auf, die Erinnerung an eine Frau, die er einst gesehen hatte, so stark, dass er fast die Einsamkeit verlassen hätte. Da warf er sich, von der Gnade gestärkt, in ein Gestrüpp von Dornen und Nesseln und wälzte sich darin, bis sein ganzer Leib zerrissen war; so heilte er, sagt Gregor, durch die Wunden des Leibes die Wunden der Seele, und die Versuchung kehrte nie wieder.
Der Giftbecher von Vicovaro
Die Mönche eines Klosters bei Vicovaro baten Benedikt, nach dem Tod ihres Abtes ihr Vorsteher zu werden. Er warnte sie, ihre Lebensweise und die seine würden nicht zusammenpassen, gab aber nach. Als er strenge Zucht verlangte, mischten sie ihm Gift in den Wein. Wie gewohnt machte Benedikt das Kreuzzeichen über den Krug, und dieser zersprang, als wäre ein Stein darauf gefallen. Ohne Zorn sagte er: „Gott verzeihe euch, Brüder. Habe ich euch nicht gesagt, dass meine Sitten zu den euren nicht passen? Sucht euch einen Abt nach eurem Geschmack." Und er kehrte nach Subiaco zurück. Der zerbrochene Becher ist bis heute eines seiner Attribute und erscheint auf der Benediktusmedaille.
Zwölf Klöster und die ersten Schüler
Nun sammelten sich Schüler um ihn. Benedikt gründete zwölf Klöster mit je zwölf Mönchen und einem Vorsteher und behielt die Leitung über alle. Vornehme Römer vertrauten ihm ihre Söhne an, darunter Maurus und Placidus; zugleich nahm er einen ungebildeten Goten freudig auf. Gregor erzählt, wie diesem beim Roden am Seeufer die eiserne Klinge vom Stiel in das Wasser fiel; Benedikt warf den Stiel nach, die Klinge stieg aus der Tiefe und setzte sich wieder daran, und der Abt gab dem Bruder das Werkzeug zurück: „Arbeite weiter und sei nicht traurig." Butler sieht darin eines der größten Verdienste des Heiligen: Er hat das Vorurteil gebrochen, Handarbeit sei eines freien Mannes unwürdig, und sie Edlen und Einfachen gleichermaßen auferlegt.
Ein neidischer Priester namens Florentius suchte ihn zu verleumden und schickte ihm vergiftetes Brot; nach Gregor trug ein Rabe das Brot fort. Als Florentius versuchte, die jungen Mönche zu verführen, verließ Benedikt Subiaco, um seine geistlichen Söhne nicht länger zu gefährden.
Monte Cassino
Um das Jahr 530 kam Benedikt auf den Monte Cassino zwischen Rom und Neapel. Auf dem Gipfel stand noch ein Tempel des Apollo, dem die Landleute opferten. Die Lesung des Breviers berichtet, Benedikt habe das Götzenbild zerschlagen, den Altar umgestürzt und den heiligen Hain verbrannt, an dieser Stelle eine Kapelle des heiligen Martin und eine des heiligen Johannes errichtet und die Bewohner der Gegend im christlichen Glauben unterwiesen. Um diese Kapellen wuchs die Abtei, die für die Christianisierung und die Kultur Europas so viel bedeutete. Dort schrieb Benedikt, nach Butlers Urteil fast sicher, seine Regel.
Benedikt und König Totila
Im Jahr 542 wollte der Gotenkönig Totila prüfen, ob Benedikt wirklich den Geist der Weissagung besaß. Er schickte seinen Waffenträger Riggo in den königlichen Gewändern und mit Gefolge voraus. Benedikt sah ihn kommen und rief ihm zu: „Leg ab, mein Sohn, leg ab, was du trägst; es gehört nicht dir." Dann kam Totila selbst und warf sich vor ihm nieder. Benedikt hob ihn auf, tadelte ihn für seine Untaten und sagte ihm, wie das Brevier berichtet, seinen Einzug in Rom, seine Überfahrt über das Meer und seinen Tod nach neun Jahren voraus. Von da an, sagt Gregor, war der König weniger grausam.
Die Schwester des heiligen Benedikt: Scholastika
Die Schwester des heiligen Benedikt war die heilige Scholastika; Butler nennt sie seine Zwillingsschwester und berichtet, dass sie sich von Kindheit an Gott geweiht hatte. Danach hören wir lange nichts von ihr; erst gegen Ende des Lebens ihres Bruders erscheint sie wieder in der Erzählung. Benedikt wurde neben ihr begraben. Ihr Fest feiert die Kirche im Kalender von 1962 am 10. Februar.
Der Tod des heiligen Benedikt
Benedikt sah seinen Tod voraus und kündigte ihn seinen Schülern an. Sechs Tage vorher ließ er sein Grab öffnen. Bald darauf ergriff ihn ein Fieber. Am sechsten Tag ließ er sich in die Kapelle tragen, empfing den Leib und das Blut des Herrn und starb stehend, gestützt auf die Hände seiner Brüder, mit zum Himmel erhobenen Händen, betend. Die Lesung des Breviers fügt hinzu, zwei Mönche hätten seine Seele zum Himmel aufsteigen sehen, mit einem kostbaren Mantel geschmückt und von leuchtenden Lampen umgeben, und einen Mann von strahlender, ehrwürdiger Gestalt sagen hören: „Das ist der Weg, auf dem Benedikt, der Geliebte des Herrn, zum Himmel aufgestiegen ist." Er wurde neben seiner Schwester an der Stelle des Apolloaltars beigesetzt, den er selbst gestürzt hatte.
Wegen dieses Todes wird er als Patron der Sterbenden verehrt; die Jubiläumsmedaille von 1880 bittet ausdrücklich um seine Gegenwart in unserer Todesstunde. Was die Kirche den Sterbenden mitgibt, steht im Beitrag über die Krankensalbung.
Die Regel des heiligen Benedikt
Die Regel des heiligen Benedikt ist an jeden gerichtet, der dem eigenen Willen entsagt, um unter Christus, dem wahren König, zu dienen, und sie beginnt mit den Worten:
Obsculta, o fili, praecepta magistri, et inclina aurem cordis tui.
Höre, mein Sohn, auf die Weisung des Meisters und neige das Ohr deines Herzens.
Benedikt will, wie er im Vorwort sagt, eine „Schule für den Dienst des Herrn" errichten (dominici scola servitii), für Anfänger gedacht; er hoffe, so schreibt er, „nichts Hartes, nichts Schweres“ (nihil asperum, nihil grave) anzuordnen. Butler betont, wie maßvoll die Regel ist: Selbstgewählte, außergewöhnliche Bußübungen ermutigt sie nicht. Als ein Einsiedler bei Monte Cassino seinen Fuß an den Felsen kettete, ließ Benedikt ihm sagen: „Wenn du wirklich ein Diener Gottes bist, binde dich nicht mit einer eisernen Kette, sondern mit der Kette Christi."
Die Regel ordnet das Leben in Gemeinschaft unter einem Abt, der als Vater an Christi Stelle steht, aus drei Teilen: dem gemeinsamen Gotteslob, der geistlichen Lesung und der Arbeit. Einige ihrer bekanntesten Sätze, nach dem lateinischen Text:
- Nihil operi Dei praeponatur: „Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden" (Kapitel 43). Das „Werk Gottes" ist das gemeinsame Chorgebet, das Brevier mit seinen Horen bei Tag und bei Nacht.
- Otiositas inimica est animae: „Müßiggang ist der Feind der Seele" (Kapitel 48); darum sollen die Brüder zu bestimmten Zeiten mit Handarbeit, zu anderen mit geistlicher Lesung beschäftigt sein.
- Omnes supervenientes hospites tamquam Christus suscipiantur: „Alle Gäste, die kommen, sollen aufgenommen werden wie Christus" (Kapitel 53), denn er wird sagen: „ich war fremd, und ihr habt mich beherbergt“ (Matthäus 25, 35).
Im Vorwort zitiert Benedikt den Psalm, mit dem er seine Schüler ruft:
Kommet, Kinder! höret auf mich, ich will euch die Furcht des Herrn lehren. (Psalm 33, 12)
Eine kurze Zusammenfassung der Regel gibt Gregor selbst: Wer das Leben des heiligen Mannes genau kennenlernen wolle, finde es in seiner Regel, denn er konnte nicht anders lehren, als er lebte.
Die Benediktusmedaille und ihre Bedeutung
Die Medaille des heiligen Benedikt gehört zu den bekanntesten Sakramentalien der Kirche. Sie erinnert an den Giftbecher von Vicovaro und an die Macht des Kreuzzeichens über den Bösen.
Die Buchstaben des Benediktuskreuzes
Auf der einen Seite zeigt die Medaille den heiligen Benedikt mit Kreuz und Regelbuch, neben ihm den Becher und den Raben. Auf der anderen Seite steht das Kreuz des heiligen Benedikt mit diesen Buchstaben:
- C S P B in den Winkeln des Kreuzes: Crux Sancti Patris Benedicti, „Kreuz des heiligen Vaters Benedikt".
- C S S M L auf dem senkrechten Balken: Crux Sacra Sit Mihi Lux, „Das heilige Kreuz sei mein Licht".
- N D S M D auf dem waagrechten Balken: Non Draco Sit Mihi Dux, „Nicht der Drache sei mein Führer".
- V R S N S M V – S M Q L I V B am Rand: Vade Retro Satana, Nunquam Suade Mihi Vana – Sunt Mala Quae Libas, Ipse Venena Bibas, „Weiche zurück, Satan, rate mir niemals Eitles; böse ist, was du mir einschenkst, trinke selbst dein Gift".
- Oben steht meist PAX, „Friede".
Die sogenannte Jubiläumsmedaille, 1880 zum vierzehnhundertsten Jahrestag der Geburt des Heiligen geprägt, trägt um das Bild des Heiligen zusätzlich die Umschrift Eius in obitu nostro praesentia muniamur: „Seine Gegenwart stärke uns in unserer Todesstunde."
Die Geschichte der Medaille
Wann die Medaille entstand, ist ungewiss. Ihre Geschichte führt nach Bayern: 1647 sagten bei einem Hexenprozess in der Nähe der Abtei Metten die angeklagten Frauen aus, über Metten hätten sie keine Macht gehabt, weil es unter dem Schutz des Kreuzes stehe. Man fand im Kloster gemalte Kreuze mit den rätselhaften Buchstaben, deren Bedeutung vergessen war, und schließlich in einer alten Handschrift des 15. Jahrhunderts ein Bild des heiligen Benedikt, auf dessen Stab und Schriftband die Worte ausgeschrieben standen. Von Deutschland aus verbreitete sich die Medaille über ganz Europa. Papst Benedikt XIV. approbierte sie mit den Breven vom 23. Dezember 1741 und vom 12. März 1742.
Das Rituale Romanum enthält in seinem Anhang einen eigenen Segen der Benediktusmedaillen, der als einziger Gegenstandssegen mit einem Exorzismus beginnt; er war dem Orden des heiligen Benedikt und den Priestern mit entsprechender Vollmacht vorbehalten. Die Medaille wirkt nicht aus sich selbst, sondern durch das Gebet der Kirche und den Glauben dessen, der sie trägt; ihr Sinn ist das Vertrauen auf das Kreuz Christi gegen die Anfechtungen des Bösen. Wie die Kirche dem Teufel widersteht, erklärt der Beitrag über Dämonen und den Exorzismus.
Das Fest des heiligen Benedikt am 21. März
Das Fest des heiligen Benedikt fällt im Kalender von 1962 auf den 21. März, seinen Todestag; es ist ein Fest III. Klasse mit weißer Farbe. Die Messe ist die des Commune der Äbte, mit dem Introitus „Os justi": „Der Mund des Gerechten sinnt auf Weisheit, und seine Zunge redet, was recht ist." Das Evangelium ist das Wort Petri: „Siehe, wir haben alles verlassen, und sind dir gefolgt", mit der Verheißung des Hundertfachen und des ewigen Lebens (Matthäus 19, 27–29).
Der 21. März fällt immer in die Fastenzeit, oft in die Passionszeit. An einem Wochentag der Fastenzeit hat nach den Rubriken von 1960 die Ferie den Vorrang, und der heilige Benedikt wird nur kommemoriert: Seine Oration wird in der Messe und in den Laudes nach der Oration des Tages gebetet. Fällt der 21. März auf einen Sonntag der Fastenzeit oder in die Karwoche, so entfällt sein Gedächtnis in diesem Jahr ganz (so 2027, Palmsonntag, und 2035, Mittwoch der Karwoche). Wer Benedikt heißt, feiert an diesem Tag seinen Namenstag.
Der Kalender von 1969 hat das Fest auf den 11. Juli verlegt. Im Jahr 1964 hat Papst Paul VI. den heiligen Benedikt zum Patron Europas erklärt.
Gebet zum heiligen Benedikt
An seinem Fest betet die Kirche diese Oration aus dem Commune der Äbte:
Lateinisch:
Intercéssio nos, quǽsumus, Dómine, beáti Benedícti Abbátis comméndet: ut, quod nostris méritis non valémus, ejus patrocínio assequámur. Per Dóminum nostrum Jesum Christum, Fílium tuum: qui tecum vivit et regnat in unitáte Spíritus Sancti Deus, per ómnia sǽcula sæculórum. Amen.
Deutsch:
Die Fürsprache des heiligen Abtes Benedikt, wir bitten dich, o Herr, empfehle uns bei dir, damit wir, was wir durch unsere Verdienste nicht vermögen, durch seinen Schutz erlangen. Durch unsern Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Die Oration ist demütig, ganz im Geist der Regel: Sie gesteht, dass unsere Verdienste nicht genügen, und vertraut auf den Schutz des Heiligen. Wer sie an den neun Tagen vor dem 21. März betet, hält eine schlichte Novene im Geist der Kirche. Mit dem Monte Cassino ist auch der heilige Thomas von Aquin verbunden, der dort als Kind Oblate war, bevor er Dominikaner wurde. Weitere Heilige des März finden sich im Heiligenkalender nach Monaten.
Häufig gestellte Fragen
Wer war der heilige Benedikt?
Ein Mönch aus Nursia (um 480 – um 547), der nach drei Jahren als Einsiedler in Subiaco Klöster gründete, um 530 die Abtei Monte Cassino errichtete und die Regel schrieb, nach der die Benediktiner leben. Er gilt als Vater des abendländischen Mönchtums.
Was bedeutet die Benediktusmedaille?
Sie trägt das Kreuz des heiligen Benedikt mit den Anfangsbuchstaben eines lateinischen Gebets gegen den Bösen: „Das heilige Kreuz sei mein Licht, nicht der Drache sei mein Führer. Weiche zurück, Satan." Sie erinnert an den Giftbecher, den Benedikt durch das Kreuzzeichen zerspringen ließ.
Was steht in der Regel des heiligen Benedikt?
Sie ordnet das gemeinsame Leben der Mönche unter einem Abt: Gehorsam, Demut, Schweigen, das gemeinsame Gotteslob, dem nichts vorgezogen werden soll, geistliche Lesung, Handarbeit und die Aufnahme der Gäste wie Christus selbst. Sie ist bewusst maßvoll und für Anfänger gedacht.
Wer war die Schwester des heiligen Benedikt?
Die heilige Scholastika, nach Butler seine Zwillingsschwester, die sich von Kindheit an Gott geweiht hatte. Benedikt wurde neben ihr begraben; ihr Fest ist der 10. Februar.
Wann ist der Namenstag des heiligen Benedikt?
Am 21. März, seinem Todestag, nach dem Kalender von 1962; in der Fastenzeit meist nur als Kommemoration. Der Kalender von 1969 hat das Fest auf den 11. Juli verlegt.
Wofür ist der heilige Benedikt Schutzpatron?
Er ist der Patriarch der Mönche des Abendlandes und wird als Patron der Sterbenden verehrt; die Jubiläumsmedaille bittet um seine Gegenwart in der Todesstunde. 1964 hat Paul VI. ihn zum Patron Europas erklärt.
Wie ist der heilige Benedikt gestorben?
Nach Gregor ließ er sich, vom Fieber geschwächt, in die Kapelle tragen, empfing die heilige Kommunion und starb stehend, von seinen Brüdern gestützt, mit zum Himmel erhobenen Händen.
Iter Fidei begleitet dich durch das ganze Kirchenjahr nach dem Kalender von 1962: mit den Festen der Heiligen, dem Brevier, das der heilige Benedikt das Werk Gottes nannte, dem Messbuch und den Gebeten der Kirche, in Latein und Deutsch. Hier frühen Zugang sichern.
Quellen. Heilige Schrift nach der Allioli-Übersetzung (Psalm 33; Matthäus 19); Missale Romanum 1962, Fest des heiligen Benedikt am 21. März; Breviarium Romanum, Lesungen zum 21. März; Rituale Romanum (Pustet 1925), Anhang: Segnung der Benediktusmedaillen; Regula Sancti Benedicti (Prolog, Kap. 43, 48, 53); Butler's Lives of the Saints (21. März).